Fime über Tibet: Amdo (Nordosttibet) 2002, Klosterboom in Tibets Osten, Dokumentarfilm in ARTE, Bilder der Recherchereise und von den Filmaufnahmen



Amdo-Film 2002

Klosterboom in Tibets Osten

Ein Film von Hajo Bergmann


 
 
Einleitung
Fotos 1F2
Pressetext
Wichtige Anmerkungen

 
Kamera: Rüdiger Kortz
Fachliche Beratung: 
Andreas Gruschke und Astrid Zimmermann
Der Film wurde am Samstag, dem 6. April 2002 um 20.45 Uhr auf ARTE gesendet.

 
Zahlreiche Besuche in alle möglichen tibetischen Regionen haben Andreas Gruschke im Laufe der letzten 15 Jahre in 300-400 tibetisch-buddhistische Klöster geführt. Fern davon zu behaupten, dass die Tibeter ihre volle Religionsfreiheit genießen würden, ist dennoch festzustellen, dass sich die Zahl der Klöster seit der Lockerung staatlicher Auflagen zu Beginn der 1980er Jahre schnell vermehrt hat. Innerhalb von zwei Jahrzehnten sind die meisten der Klöster und Tempel im tibetischen Hochland wieder aufgebaut worden, und ihre Versammlungshallen füllten sich wieder mit alten und jungen Mönchen.
Um zu recherchieren inwiefern sich der religiöse Alltag in Klöstern wieder etabliert hat, oder ob auch - wie es bei uns häufig behauptet wird - in den berühmtesten Klosteranlagen Mönche lediglich als museale Anschauung für Touristen dienen, haben sich ein kleines Filmteam des Regisseurs und Filmemachers Hajo Bergmann mit dem bereits vielfach ausgezeichneten Kameramann Rüdiger Kortz sowie den Beratern Andreas Gruschke und Astrid Zimmermann im Spätherbst 2001 nach Amdo aufgemacht. Sie haben dabei fast ausschließlich Klöster und Tempel besucht, die selten oder auch so gut wie nie von Touristen besucht werden. Dabei konnten sie nicht nur einen gewaltigen Bauboom feststellen und betrchtlich gewachsene Mönchsgemeinschaften erleben, sondern hatten in Interviews mit Mönchen und Laien auch die Möglichkeit, von den Schwierigkeiten der Lehrtätigkeit und im Klosterbetrieb zu erfahren, die neben politischen Gründen auch gesellschaftliche Ursachen haben...
Um von diesen Umständen, die den «Klosterboom in Tibets Osten» begleiten, zu erfahren, lohnte es sich also, am Samstag, dem 6. April 2002 um 20.45 bei ARTE einzuschalten.
Wichtige Anmerkungen zum Film / Korrekturen in der Information

Fotos von der Recherche-Reise und den Dreharbeiten in Amdo

Fotos von © Rüdiger Kortz,
© Hajo Bergmann und © Andreas Gruschke

 
 
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                            (Für vergrößerte Ansicht die Bilder bitte anklicken)

Das Interesse der Mönche von Lutsang Gompa (Guinan) an Regisseur Bergmann war ebenso groß wie unser Interesse an den Entwicklungen im Klosterwesen Amdos

Unser Kameramann Rüdiger Kortz hatte immer alles im Griff, und die tibetischen Mönche hatten ihre helle Freude an ihm und seiner Kamera


Als Berater vor Ort tätig zu sein bot Astrid Zimmermann und Andreas Gruschke Anlass, viele Dingeeinmal mit anderen Augen zu sehen.

PRESSETEXT:

KLOSTERBOOM IN TIBETs OSTEN
- Eine Reise durch Amdo

Film von Hajo Bergmann
Kamera: Rüdiger Kortz
Schnitt: Rafael Metz
Fachberatung: Andreas Gruschke
Redaktion: Martin Pieper

Eine Reise voller widersprüchlicher Eindrücke: Zum einen sind wohl tatsächlich fast alle Klöster in Ost-Tibet, wo 1980 noch fast alles zerstört war, wieder aufgebaut. Gewaltige Geldsummen müssen dafür aufgebracht worden sein: Der Freiburger Klosterforscher Andreas Gruschke schätzt sogar einen zweistelligen Milliardenbetrag. Die Hochweiden Amdos sind übervoll mit Yaks und Schafen und seit die Kolchosenwirtschaft vorbei ist, blüht der Markt mit Fleisch, Milch und Leder. Der riesige Binnenmarkt im Reich der Mitte ist unersättlich. Und die Nomaden spenden wieder für den Aufbau ihrer Klöster und Kulturdenkmäler. Überall wieder das Rot von Mönchskutten, besonders von jungen Mönchen. Wenn man durch Gegenden wie die Golluk-Region fährt, könnte man glauben, es habe eine wunderbare Renaissance der tibetischen Kultur gegeben. Doch es gibt auch ganz andere Tendenzen: In Certa, wo ein Rimpoche eine buddhistische Akademie aufgebaut hat und wo fest 7000 Mönche und Nonnen wohnten, hat die chinesische Armee noch vor der Vergabe der olympischen Spiele 800 Mönchswohnungen eingerissen und Tausende Studierende vertrieben. 

In anderen zu schnell gewachsenen Klöstern wurden Mönche, die sich weigerten dem Dalai Lama „abzuschwören“, von den Verwaltungen der Klöster verwiesen. Zum anderen wieder besucht der Film ungestraft das Geburtshaus des Dalai Lama und findet in vielen Haupthallen der wiederaufgebauten Klöster sein Bild. Er besucht Mönche der Nyngmapa-Schulrichtung, die bei einem Ritual auf einem Luftbestattungsplatz dicke Brocken Fleisch zu sich nehmen,- was das 
Buddhismusverständnis mancher ‚europäischer Buddhisten‘ ins Mark treffen dürfte. Er zeigt Billiard spielende Nomaden auf 4000 Meter Höhe und besucht 150 Nonnen, die 10 Jahre lang ihr Kloster Ziegel für Ziegel wieder selbst aufgebaut haben. Ein zwar noch recht junger, aber sehr studierter Mönch kritisiert die Entwicklung drastisch: Die Klöster seien zwar wieder aufgebaut und es gebe auch wieder ungeheuer viele Mönche, sagt er, aber die seien völlig ungebildet. Nichts sei wie früher und die Klöster hätten keine Autorität mehr. Niemand würde den Jungen mehr sagen, so, so und so müßt ihr es machen.

Der Film läßt den Wandel in Ost-Tibet nicht außen vor: Weder den konsequent vorangetriebenen Bau von Pisten und Provinzstätten in malerischer Hochlandkulisse, noch die Frage: Können wir uns darüber aufregen, wo wir schon vor Jahrhunderten die Klöster säkularisiert und die Hochgebirgsregionen für Industrie und Tourismus ‚entwickelt‘ haben? Ein Tibetfilm der etwas anderen Art, der verschiedene, scheinbar widersprüchliche, Eindrücke vermittelt, ohne eine hervorzuheben. Wenn überhaupt, dann das Schlußbild. Die Klasse einer chinesischen Kunstschule kommt in ein tibetisches Kloster und sucht sich dort Motive. Junge Mönche kommen neugierig dazu und schauen den Chinesen zu. Es gab auch Zeiten im chinesisch-tibetischen Verhältnis, da war man von der jeweiligen Kultur und Spiritualität des anderen fasziniert und inspiriert. Für den Wandel, an dem auch die Tibeter nicht vorbeikommen, wäre dieser Aspekt äußerst hilfreich.

--- Hajo Bergmann ---

Wichtige Anmerkungen zum Film / Korrekturen in der Information (von Andreas Gruschke)


 


Bei Recherchen in Tagtshang Lhamo
(Gansu)

Gespräche mit Malern im oberen Wutun-Kloster im Rongwo-Tal
(Qinghai)

Lama Urgyen Tsering betrachtet interessiert ein Bild des von ihm erbauten Chörten (Pema, Qinghai)

Der Monumental-Chörten in Pema (Ngolok-Region in Qinghai) wurde unter der Leitung von Lama Urgyen Tsering wieder errichtet

Lama Urgyen Tsering
aus der Ngolok-Region
(Qinghai)

Mönche und Novizen in einer der Malschulen des oberen Wutun-Klosters

(Rebkong-Malerei, 
bei Tongren im Rongwo-Tal)

 
 
 

 


 
 
 


 
 



 

 
KLOSTERLEBEN IN TIBET HEUTE 
 
Tibet - Wo der Weg das Ziel ist
 
Sieben Jahre sind viele erst, wenn ihr Leben als Mönchsschüler beginnt: ein Leben zwischen Studium, Gebet und Meditation, eingeordnet in geregelte, gleichförmige Tagesabläufe auf der Suche nach Erkenntnis und den «vier edlen Wahrheiten».
 
Warum herrscht Klosterboom in Amdo und Ladakh? Klöster spielen schon seit.......

ð hier weiterlesen ï


 
 
 
 
Lama Urgyen Tsering in Diskussion mit Andreas Gruschke, 

einem Berater des Flimteams
(in Pema, Ngolok-Gebiet in Qinghai)
Die Bilder zahlreicher Klöster und Pilgerstätten im Amdo-Buch 

erregen bei allen Interesse, hier die Frau von Lama Utse und Nonnen, die bei Jigme Phüntshog in Serta studierten
Ein glücklicher Zufall hilft uns weiter: 
auf dem Weg zum Nonnenkloster

Achong Namdzong können wir einer der dort lebenden ani (buddhistischen Nonne) eine Mitfahrgelegenheit anbieten
 Auf dem Weg zum Nonnenkloster Achong Namdzong: Gespräch mit den tibetischen Fährleuten
Nach Abschluss er Dreharbeiten in Beijing: Stand der 'arme Mao' die ganze Reise niemals auf der Agenda, so steht er doch auf diesem Bild im Mittelpunkt'...
     

 


 
 
 
 



 
 
 
 
 
 

Was liest Lama Urgyen Tsering hier?
What is Lama Urgyen Tsering reading?
Er blättert im Amdo-Buch des Beraters Gruschke.
(click the image)
We recommend to get more information on this book by clicking on it...

 
 
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